Programm 2019

Dienstag, 22. Oktober 2019

08:00 Uhr
Registrierung
08:50 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
09:00 Uhr
Netzteile richtig auswählen: Tipps vom Hersteller
Referent: N. N.
09:45 Uhr
Digitale Netzteile: Lange Lebensdauer ohne Elkos mehr
Die Digitalisierung ist ein Megatrend, welcher bis jetzt meist als Addon Einzug in Netzteile erhalten hat. Pure-Digital Netzteile hingegen führen alle Berechnungen inklusive der PWM Signalerzeugung auf einem Prozessor durch. Dadurch können nichtlineare Algorithmen implementiert werden. Ein neuartiger Regelalgoryithmus wurde von Michael Heidinger in seiner Dissertation entwickelt. Durch die akkurate Beschreibung einer Serien LC Topologie (ähnlich LLC), kann der genaue Ausgangsstrom berechnet werden. Störgrößen in der Regelung, wie die Zwischenkreisspannung, können herausgerechnet werden. Zum einen können mit dieser Technologie sehr dynamische Regler gebaut werden, die mit sehr kleinen Ausgangskapazitäten auskommen. Zum anderen können Folienkondensatoren als Zwischenkreiskondensatoren verwendet werden. Dies erlaubt eine signifikante Steigerung der Lebensdauer.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Grundlagen digitale Netzteile
  • Stromregelung über Vorsteuerung
  • Lebensdauerbetrachtung von Kondensatoren
Referent: Dr. Michael Heidinger | Karlsruher Instiut für Technologie

Michael Heidinger promovierte über digitale Netzteile für LED Stromversorgungen am Karlsruher Insitut für Technologie. Zusammen reichten sie 2 Patente an. Zuvor entwickelte er digital geregelte PV-Wechselrichter in Freiburg im Breisgau.

10:30 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
11:00 Uhr
Zukunftsweisende Kommunikation mit innovativer Stromversorgung mehr
Unsere Arbeitswelt verändert sich ständig. Ursachen dafür gibt es viele – eine davon: die fortschreitende Digitalisierung, die alle Bereiche nachhaltig beeinflusst. Für jedes Unternehmen bieten Digitalisierung und Vernetzung große Chancen und die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu integrieren. Welchen Anforderungen müssen moderne Stromversorgungen im Zeitalter von Industrie 4.0 hinsichtlich der Kommunikation und Datenbereitstellung gerecht werden? Aus den Anforderungen von Industrie 4.0 hat WAGO eine Stromversorgungsserie mit optional aufrastbarem Kommunikationsmodul abgeleitet. Stefan Wagner, Head of Product Management bei WAGO, führt in seinem Vortrag eine Bestandsanalyse über zukunftsweisende Kommunikation mit der WAGO Stromversorgung Pro 2 durch. Dabei skizziert er auch die Relevanz von Datenmanagement, Monitoring und der IO-Link-Schnittstelle und gibt einen Einblick in die Praxis.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Anforderungen an eine moderne Stromversorgung
  • die Relevanz von Datenmanagement, Monitoring und der IO-Link-Schnittstelle bei einer modernen Stromversorgung
  • Möglichkeiten der WAGO Stromversorgung Pro 2
Referent: Stefan Wagner | WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Stefan Wagner, Jahrgang 1971, arbeitete nach seinem Studium der Nachrichtentechnik / Automatisierungstechnik in der technischen Beratung für Automatisierungs- und Visualisierungslösungen. Berufsbegleitend absolvierte er ein wirtschaftswissenschaftliches Studium und wechselte 2009 ins Produktmanagement für Produkte der Interface Electronic bei der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG., wo er mittlerweile das Thema industrielle Stromversorgungen als Gruppenleiter verantwortet. Aktueller Schwerpunkt ist die neue Generation der Pro 2 Stromversorgungen, die mit ihrer Kommunikationsfähigkeit, Parametrierbarkeit und Effizienz einen Benchmark darstellen.

11:45 Uhr
Abschied vom Linear-Netzteil mehr
Auf dem Gebiet der Primärschaltregler gab es in letzterer Zeit beachtenswerte technologische Fortschritte. Hierdurch ist es möglich die Vorteile linear geregelter Stromversorgungssystemen auch mit industriellen Schaltnetzteilen umsetzen. Seit Jahrzehnten waren Linearnetzteile nahezu alternativlos für Applikationen, für die eine „saubere“ Versorgungsspannung erforderlich ist.

Vielen Anwendern ist allerdings nicht bekannt, dass mittlerweile moderne Schaltnetzteile angeboten werden, die neben dem bisherigen USP bzw. Hauptvorteil – nämlich das geringe Rauschverhalten - auch eine Vielzahl von weiteren Vorteilen mit sich bringen. Vor allem für Hersteller von Messgeräten, Laborgeräten, Anwendungen in der Spektrometrie, bildgebenden Verfahren in der Medizintechnik oder von Amplifiern in der Audiotechnik.

Welche das sind verrät Schaltnetzteil-Experte Denny Vogel in seinem Vortrag.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Sensible Messgeräte ohne Linearnetzteile konstruieren.
  • Von welchen Vorteilen, können welche Märkte profitieren?
Referent: Denny Vogel | Systemtechnik LEBER GmbH & Co. KG

Denny Vogel (44) ist Experte für Schaltnetzteile und Leistungssteller. Der gebürtige Berliner hat eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert und bei Systemtechnik LEBER GmbH verantwortlich für den Vertrieb von Stromversorgungslösungen. So war Vogel unter anderem für die Deutronic Elektronik GmbH, FG-Elektronik GmbH und Emtron electronic GmbH in verschiedenen Positionen tätig. Sein Aufgabenspektrum umfasste die Applikationsberatung und technische Unterstützung bei der Auswahl und beim Customizing zu Netzteilen für industrielle Anwendungen – darunter Normen konforme Stromversorgungen für industrielle Anwendungen, LED- und Lichttechnik, DC-USV Systeme sowie Netzteile für Medizintechnik. Dabei baute er ein profundes Wissen über die Anforderungen an Stromversorgungen und optimale Lösungswege beim Design auf.

12:30 Uhr
Mittagspause und Ausstellung
13:30 Uhr
Wie Sie leidvolle Erfahrungen mit dem Inrush Current vermeiden mehr
Die Zuschaltung der Versorgungsspannung von Netzteilen und DC-DC Wandler bedingt in der Regel die Aufladung der enthaltenden Kapazitäten. Je rascher der Spannungsanstieg stattfindet, desto höher fällt überlicherweise der Inrush current (Einschaltstromstoß) aus. Welche Auswirkungen sich daraus ergeben, welche Phänomene möglich und manchmal zwangsläufig sind wird im Vortrag beschrieben.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

Beachtung vom Zusammenspiel der Versorgungsspannung an Geräten und die Auswirkungen im Schaltprozess. Welche Regeln sind zu befolgen und welche Grundsatzfragen gilt es hierfür zu stellen.
Referent: Hermann Püthe | inpotron Schaltnetzteile GmbH

Dipl.-Ing. (FH) für elektrische Energietechnik

seit 34 Jahren bin ich mit dem Themengebiet der getakteten Stromversorgungen vertraut. In den Anfangsjahren als Entwicklungsingenieur, später als Bereichsleiter und seit 1998 als Unternehmer von inpotron. Spezialisiert auf kundenspezifische Stromversorgungslösungen, mit beginnend 6 bis heute 170 Mitarbeitenden.

14:15 Uhr
Stromversorgung mit smarter Sensorfunktion
Referent: N. N.
15:00 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
15:30 Uhr
ZVEI Leitfaden zur Auswahl von Sicherheitsnormen für Stromversorgungen mehr
Elektronische Stromversorgungen, insbesondere wenn diese eine netztrennende Funktion beinhalten, stehen aufgrund des Gefahrenpotentials zweifelsohne im Fokus von Sicherheitszulassungen. Von solchen Geräten darf sowohl im normalen als auch im anomalen Betrieb (z.B. Fehlerfall) keine Gefahr ausgehen.
Bei Stromversorgungen hat sich bislang noch kein übergreifender Produktstandard durchgesetzt. Ein Grund ist, dass sich die Anforderungen je nach Anwendung und Einsatzbedingung deutlich unterscheiden können. So muss zum Beispiel ein Patient im Krankenhaus, der physisch geschwächt ist, besser geschützt werden als das Krankenhauspersonal oder ein Angestellter in einem Büro. Ein weiteres Beispiel sind Unterschiede in der Qualifikation des Bedieners und damit die vorhersehbaren Fehlverwendungen, die bei Haushaltsgeräten anders ausgeprägt sind als bei Industriegeräten.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Auswahl der möglichen Sicherheitsnormen für Stromversorgungen
  • Internationales Zulassungsmanagement

Referent: Michael Raspotnig | Puls

Michael Raspotnig ist seit 1986 bei der Firma PULS GmbH in der Entwicklungsabteilung für Stromversorgungen tätig. Sein Studium absolvierte er an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Salzburg, Abteilung Elektrotechnik/ Energietechnik. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeiten der letzten Jahre lag in der Technischen Dokumentation, in der Definition und Spezifikation neuer Produkte sowie in Zulassungstätigkeiten für globale Anwendung von Produkten in verschiedenen Marktsegmenten. Eine weitere Tätigkeit ist die technische Schulung und Produktschulung von nationalen und internationalen Kollegen, Partnern und Kunden. PULS GmbH www.puls-power.com

16:00 Uhr
Wichtiges und richtiges Messen im realen Schaltnetzteil mehr
Um die Zuverlässigkeit von Netzteilen zu testen oder Fehler bei Feldrückläufern zu finden, gibt es wichtige Messungen, die richtig durchgeführt werden müssen:
  1. Einschaltstrom durch Sicherungen, Dioden und Ferrite mit niederimpedanter Spannungsquelle
  2. Spannungsspitzen an Halbleitern und avalanche energy
  3. Stromaufteilung in Elkos zur Lebensdauerabschätzung
  4. Elektronische Last, ohmsche Last, Sprunglast mit Fet,
  5. Stromzange, Oszi, Tastkopf, Bandbreite & Sample rate & Speichertiefe
  6. Temperaturmessung


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wichtige Messungen für die Zuverlässigkeit
  • Fehlmessungen verhindern

Referent: Prof. Markus Rehm | IBR Ingenieurbüro Rehm

Getaktete Stromversorgungen beschäftigen Markus Rehm schon seit 30 Jahren. Nach seinem Elektronik-Studium arbeitete er acht Jahre lang bei der Deutschen Thomson Brandt GmbH in Villingen-Schwenningen als Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Labor für Stromversorgungen. Seit 1998 ist er freiberuflich tätig und bietet seinen Kunden mit seinem modernen Elektroniklabor Forschung, Entwicklung und Beratung als Dienstleistung an. Seine Schwerpunkte dabei sind die Funktionalität, die Zuverlässigkeit und die EMV von Netzteilen, sowie drahtlose Energieübertragung. Er hält über 25 internationale Patente, die erfolgreich im Einsatz sind. Seit 2008 lehrt er als Dozent an der Hochschule Furtwangen University "Industrieelektronik" sowie "Leistungselektronik" und 2019 wurde er zum Honorarprofessor ernannt.

17:00 Uhr
Ende der Vorträge
19:00 Uhr
Abendveranstaltung

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